©2019 by Musikschule Nico Zipp

Materialsammlung "Die Tulpe"

Benötigte Materialien: Eine Blumenzwiebel, eine ausgewachsene Tulpe, Bunte Chiffon Tücher, Einen Strohhalm, leerer Eierkarton, grünes Tonpapier, Wasserfarben. 

Instrumente: Wenn vorhanden Klavier, alternativ Glockenspiel, Rasseln, Klanghölzer, alles was Geräusche macht, Küchenutensilien oder ähnliches, Flöten, Pfeifen, was Sie zuhause finden. 

Inhalte: Erlernen eines Gedichts, Darstellen eines Gedichts in der Bewegung, Umsetzten eines Gedichts in Musik, Umweltkenntnisse erweitern, Förderung der Sprachkompetenz

Musikalische Parameter: Erfahren von hoch und tief, Umsetzten von Text in Klang, Erfahren der Dramaturgie eines Musikstücks, 

Gedicht: Die Tulpe 

Dunkel

war alles und Nacht.

In der Erde tief

die Zwiebel schlief,

die braune.

Was ist das für ein Gemunkel, 

was ist das für ein Geraune,

dachte die Zwiebel, 

plötzlich erwacht.

Was singen die Vögel da droben

und jauchzen und toben?

Von Neugier gepackt,

hat die Zwiebel einen langen Hals gemacht

und um sich geblickt

mit einem hübschen Tulpengesicht.

Da hat ihr der Frühling entgegengebracht.

Josef Guggenmos

Lernschritte und Aufbau der Einheit: 

  1. Gespräch über Frühling, Neugier wecken: Gemeinsam wird überlegt was man im Frühling so alles entdecken kann. Schnell kommt man darauf, dass nun wieder alles zu blühen beginnt. Dann zaubert man eine Tulpe hervor und eine Blumenzwiebel. Man erklärt den Kindern anhand der Materialien, dass die Tulpe zunächst eine Zwiebel ist und tief in der Erde liegt. Wenn es wärmer wird und die Sonne im Frühling wieder länger scheint, wächst aus der Zwiebel eine wunderschöne Tulpe heraus. 

  2. Vorlesen des Gedichts. Den Kindern ein- oder zweimal das Gedicht vortragen. Schon jetzt entstehen tolle Bilder bei den Kindern in der Fantasie.

  3. Darstellen des Gedichts in Bewegung: Jetzt verwandelt sich ein jeder in eine Zwiebel und sucht sich einen Platz  im Raum. Macht sich im Päckchensitz ganz klein und schläft. Das Elternteil spricht das Gedicht erneut. Nun werden die Bewegungen, bzw das Wachsen der Tulpe in der Bewegung ausgeführt. Dabei halten die Kinder ein buntes Tuch in ihren Händen versteckt. Bei der Stelle mit "hübschem Tulpengesicht" lassen die Kinder bunte Blumen in ihren Händen aufblühen.  Nach Belieben mehrere Durchgänge wiederholen. 

  4. Darstellen des Gedichts in Klang: Nun wird überlegt, welche Geräusche man zum Gedicht machen kann. Zunächst ohne Instrumente. Man kann das Gedicht auch rein stimmlich musikalisch begleiten. Anregungen: dunkel - tiefe Töne, Nacht - helle und leise Töne für Funklende Sterne, tief - Tiede Töne, plötzlich - plötzlicher Schlag oder Schnalzer, Vogelgezwitscher - Pfeifen, fiespsen, kleine kurze Triller mit der Stimme, fröhlich singen, langen Hals gemacht - mit aufsteigenden Tönen das Wachsen der Tulpe darstellen, entgegengelacht - gemeinsam kichern. 

  5. Erneutes Lesen des Gedichts mit klanglicher Untermalung. Nun wird das Gedicht vorgetragen und man macht gleichzeitig die passenden Geräusche dazu. 

  6. Übertragung auf Instrumente (falls vorhanden): 

Klangbeispiel einer möglichen Darstellung des Gedichts auf dem Klavier: