Auf hoher See mit Wolfgang Amadeus Mozart

Musik: Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) | Sinfonie Nr. 41 KV 551 – CD I/1

Die sogenannte Jupiter‐Sinfonie Wolfgang Amadeus Mozarts entstand im Sommer 1788 und ist die letzte Sinfonie des Komponisten. Der Name »Jupiter« stammt nicht von Mozart, sondern wurde der Sinfonie im Laufe ihrer Wirkungsgeschichte ange‐ hängt. Der Titel verweist auf die Vollkommenheit, die Mozart im Auge der Kritiker mit dieser Sinfonie erreicht haben soll. Bis heute gilt sie als eines der gelungensten Beispiele orchestraler Sinfonik, insbesondere hinsichtlich der Erweiterung des bis dato etablierten Formenmodells der klassischen Sinfonie.

Einstimmung und Thema

Heute ist ein wunderbarer Tag für einen Spaziergang zum Hafen.

Mitmachgeschichte

Alle stehen im Kreis: »Wir haben lange gemütlich herumgesessen. Wir strecken erst einmal unsere müden eingerosteten Glieder (Dehnen und Strecken der Arme, gäh‐ nen, »ahhh...«). Jetzt fühlen wir uns wie neugeboren! Ein Abenteuer auf hoher See, das wäre jetzt genau das Richtige! Voller Tatendrang marschieren wir zum Hafen (mit energischen Schritten auf der Stelle gehen, dabei die Arme angewinkelt wie beim Laufen). Dort erblicken wir ein stattliches, großes Segelschiff! Wir steigen den Steg hinauf. Tap, tap, tap (Stimme nach oben führen). Oh, die ganze Mannschaft ist schon da! Schiff ahoi! (sich gegenseitig zuwinken) Dann kann die Seereise ja begin‐ nen. Steht ihr alle sicher und fest? (Füße auf den Boden stampfen, breitbeinig ste‐ hen, Arme in die Hüften gestemmt). Aufgepasst! Der Kapitän gibt das Kommando! »Leinen los!«

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rhythmische Vorübung zum Kopfmotiv des 1. Satzes

  • Zum Rhythmus des Forte‐Fanfarenmotivs am Beginn des ersten Satzes werden pantomimisch die Segel gehisst: Waagerechtes Herziehen einer Leine.

  • Leise Kontrastphrase: Mit den Händen Ausschau danach halten, wie hoch das Segel gewandert ist.

  • Wiederholung der Abschnitte.

  • Danach wechseln die Bewegungen halbtaktig zwischen Schauen und Segel his‐

    sen; die Bewegungen werden immer schneller entlang der Verdichtung der Motivik bis zum Ende der Phrase (nach ca. 30 Sekunden).

    Wasserspiele/Klanggeschichte/Klangexperimente

  • Oceandrum: Meeresrauschen auf der Handtrommel;

  • Kinder machen mit Atem und Stimme Windgeräusche.

  • Malerabdeckfolie (im Baumarkt erhältlich) wird im Raum ausgebreitet und bil‐

    det das Wasser. Die Kinder setzen sich um die Folie herum und gestalten entlang der Parameter der Musik die Bewegungen der Wellen. Achten Sie darauf, dass die Folie sehr dünn ist und schnell reißen kann.

  • Unwetter auf See gestalten mit Blitzen (Becken), Donner (Pauke) und Trommeln. Eventuell mit den Kindern auf CD aufnehmen.

 

Sprechvers

Wir segeln heut’ über’s weite Meer,
bei schönem Wetter gefällt’s uns sehr!
Doch ziehen Wolken auf und kommt ein Schauer, wird auch der Seegang etwas rauer.
Unser Boot schaukelt immer mehr,
da fallen wir auch schon ins Meer.

 

Szenisches Spiel zur Musik

Windgeräusche, Regenschauer auf Trommel, Crescendo Lauter Schlag

  • Malerabdeckfolie liegt wie oben beschrieben ausgebreitet im Raum.

  • Zwei Kinder gestalten das Schiff, indem sie sich mit gebeugten Knien Fuß an Fuß

  • gegenübersitzen und die Hände zu einem Schiffsrumpf geformt festhalten. In

    ihrer Mitte steht der Kapitän mit Mütze und Fernrohr ausgestattet.

  • Zur Musik hisst der Kapitän die Segel (wie in der Vorübung beschrieben).

  • Im Anschluss daran beginnt eine ruhige Melodie von Streichern und Flöten.

  • Die Kinder gestalten mit der Folie die Bewegungen des Wassers, während das Schiff

    auf die Wellen reagiert und der Kapitän Ausschau hält.

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